Mitgliederversammlung 2020

Vorsitzende Rosita Klenner schilderte die Ereignisse aus 2019 bis jetzt, an denen der Ortsverein teilgenommen hatte. In diesem Jahr waren es deutlich weniger Veranstaltungen, dennoch sei der Ortsverein in einer guten Lage. Trotz der Mitwirkung junger Mitglieder*innen im Vorstand, stimmt der schwindende Wille sich in unserer Gesellschaft politisch zu beteiligen nachdenklich. Rosita Klenner wies daher eindringlich darauf hin, dass Kommunalpolitik vom Mitmachen lebt und das dies nicht erst als Ratsfrau/-herr beginnt. Meinungsbildung und Demokratie fängt bereits im Ortsverein an. Als wichtigsten Punkt ging sie auf den Stand der Fusionsverhandlungen mit Bad Lauterberg ein. Diese seien auf einem guten Stand. Auch wenn es nicht nur positive Effekte gebe, so sei der Zusammenschluss ein zukunftsweisender Schritt. Man werde mit Blick auf die, von Anwohnern*innen, angestrebten Bürgerentscheide ausführlichere Informationen publizieren. Viele der kursierenden "Fakten" seinen falsch, so die Vorsitzende.

Für Wieda berichtete Christiane Hellberg ausführlich über die vergangenen Veranstaltungen des Ortes, von denen in diesem Jahr leider fast alle abgesagt werden mussten. Sie hofft, dass die Krippenweihnacht stattfinden kann und möglichst bald das Ortsjubiläum nachgeholt wird. Kontrovers wird derzeit die Situation des Kurhauses in Wieda diskutiert. Hellberg sieht in der Immobilie eine dauerhafte Gefahr sehr hoher finanzieller Belastung für den Haushalt und favorisiert die Möglichkeiten einer neuen Nutzung durch einen Verkauf des Gebäudes.

Nils Bernhardt berichtete aus Zorge über den Abschluss der Sanierung des Sportplatzes und guten Ideen, die im Rahmen des Schwimmbades und des Betreibervereins entwickelt wurden.

Claus Eggert zeigte sich erfreut, dass der Radweg nach Ellrich nach Jahrzehnten der Planung nun endlich Gestalt annimmt. Ebenso seien die vielen Vereine in der Gemeinde ein gutes Zeichen für ein intaktes Dorfleben, auch mit den Einschränkungen in 2020.

Für die Verwaltung berichtete Christopher Wagner. Der Torbogen wurde verkauft und die Planung der Sanierung habe bereits begonnen. Damit bleibt dieses prägende Bauwerk erhalten, ohne den Gemeindehaushalt zu belasten. Ebenso gebe es Ideen für den Erhalt der Gedenkstätte Juliushütte und der Neubau des Feuerwehrhauses schreitet gut voran. Auch die zusätzliche Krippengruppe in Zorge werde im nächsten Jahr starten können. Der Einzug der Tourist-Information in das Welterbezentrum am Kloster sei ein voller Erfolg. Bis zu 200 Personen besuchten täglich das Gebäude und haben somit auch direkten Zugang zu den touristischen Angeboten der drei Orte. Auch das Thema Fusion sprach Wagner an. Nach seinen Worten sind alle Grundlagen geschaffen und um in Zukunft die vielen Aufgaben der Verwaltung besser als heute bewältigen zu können, ist der Zusammenschluss mit Bad Lauterberg zu befürworten.

Marcel Riethig, der SPD-Kandidat für die Landratswahl im nächsten Jahr stellte drei seiner Agendapunkte vor. Die Stärkung von Familien weiter zu fördern. Dies sei mit den neuen Familienzentren im Landkreis gut gestartet. Auch die Gemeinde Walkenried wird mit einem mobilen Zentrum betreut. Des Weiteren sprach er die Unterstützung junger Menschen bei der Berufswahl an. Der Fachkräftemangel sei auch ein Resultat daraus, dass Studieren in unserer Gesellschaft als einziges Erfolgsmodell angesehen wird. Dem sei nicht so, man müsse verstärkte die Möglichkeiten neben Abitur und Universität in den Vordergrund rücken. Jugendliche müssen darin bestärkt werden, die gesamte Bandbreite aller Berufe zu sehen. Mit Bezug auf die Region verwies er auf die steigende Zahl der Übernachtungen, die auch in 2019 und 2020 dem steigenden Trend folgten. Hier müsse weiter investiert werden, da so Kaufkraft und neue Arbeitsplätze entstehen. Aber auch die Lebensqualität an sich, besonders für Familien liege Riethig am Herzen. Kindergärten und Schulen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung der Region. Kombiniert mit einem Ausbau der Infrastruktur sei der Landkreis auf einem guten Weg.

Unser Landtagsabgeordnete Karl Heinz Hausmann verwies auf die hohen Schulden, die durch die Coronakrise entstanden sind. Diese werden die kommenden Haushalte von Land, Landkreis und Kommune belasten. Gerade deshalb sei es notwendig zukunftsorientiert zu handeln. Getreu dem Motto: "Gemeinsam ist man stärker".

Ein neuer Vorstand wurde turnusgemäß gewählt. Ein gesonderter Bericht dazu folgt.


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